Samstag, 9. Dezember 2017

[Rezension] "Der Geisterbaum" von Dirk Walbrecker und Doris Eisenburger

Einen wunderschönen Winter wünschen wir euch allen, mit Schneeflocken im Wind, glitzernden Lichterketten und heißen Getränken. Heute möchte ich auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen – in meine Kindheit. Von den vielen, vielen Gruselbüchern, die meine Bibliothek bewohnen, gibt es eines, das mir besonders am Herzen liegt, eines, mit dem ich aufgewachsen bin. Als ich noch zu klein zum Selberlesen war, hat meine Mama mir vorgelesen und ich habe auf den Bildern den kleinen Waldgeist gesucht, der fast auf jeder Seite zu finden ist.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

[Rezension] "Ritter Rost und das Gespenst" von Jörg Hilbert und Felix Janosa

 "Ritter Rost und das Gespenst" von Jörg Hilbert und Felix Janosa, Bilderbuch
Copyright: Carlsen
Bei der Vielzahl an Kinderbüchern, die den Buchmarkt überschwemmen, ist es für mich manchmal sehr schwierig, ideenreiche Geschichten für meinen Sohn zu finden, die ihn auch wirklich interessieren. Hinzukommt, dass sich seine Interessen stetig ändern. Im Moment hat er eine Ritter-Phase und alles, was dieses Thema betrifft, ist für ihn furchtbar spannend, wie Ritterburgen, Ritterhelme und Geschichten über Ritter. Scheinbar ist mein Sohn mit seiner Vorliebe nicht allein, weil es zahlreiche Bücher über die Helden in Rüstungen gibt. Einen ganz besonderen Ritter durften wir erst kürzlich kennenlernen: Ritter Rost. Das Besondere an diesem rostigen Helden ist, dass er eigentlich keiner ist. Er hält sich zwar für den schönsten, klügsten und stärksten Ritter, aber wenn es wirklich gefährlich wird, schickt er lieber jemand anderen vor und versteckt sich. Und trotzdem sind die Geschichten rund um Ritter Rost einzigartig und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Büchern für Kinder, weil es sich nicht nur um eine illustrierte Geschichte zum Lesen handelt. Vielmehr lässt es sich als ein Musical für Kinder beschreiben, welches man hören, singen und auch lesen kann.

Dienstag, 5. Dezember 2017

[Rezension] "Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill" von Derek Landy

"Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill" von Derek Landy
Copyright: Loewe
"Höllennacht in Desolation Hill" ist der zweite Band der Demon Road Trilogie von Derek Landy. Wer den ersten Teil kennt, weiß, dass es bei diesem Mix aus Humor und Horror zum Teil sehr unappetitlich wird und man bei der Altersempfehlung zweimal hinsehen sollte. Mir hatte der Auftakt gefallen und ich fand auch die Fortsetzung gut - mit  Einschränkungen. Der Plot entfernt sich vom zusammenhanglosen stop and go und ist nahezu ausschließlich in Desolation Hill angesiedelt, dem Ort, den Amber und Milo ausfindig machen wollten, weil sie hofften, dort unsichtbar für den Leuchtenden Dämon zu sein.
 

Leider liegt der Fokus damit nicht automatisch stärker auf Milo und Amber. Derek Landy führt eine große Riege neuer Protagonisten ein, die zum Teil eigenständige kleine Nebenhandlungen einleiten - unter anderem zwei im Dauerstreit liegende Senioren, ein Gestaltwandler, eine Busmannschaft à la Scooby-Doo-Trupp, diverse Stadtbewohner, Serienkiller und Polizisten. Die Figuren sind amüsant, mir waren es aber zuviele und ich hatte schon kurz nach dem Lesen viele Namen wieder vergessen. Vor allem gerieten mir die Hauptpersonen zu oft ins Hintertreffen. Glen hat nur zwei, drei Szenen. Milos Vergangenheit ist immer noch unklar. Besonders von Amber, deren dämonische Seite stärker wird und die einige Konflikte mit sich austrägt, hätte ich gerne mehr gesehen. Für mich standen am Ende viele Fragen im Raum und ich hatte nicht das Gefühl, den Charakteren bedeutend näher gekommen zu sein.

Sonntag, 3. Dezember 2017

[Rezension] "Sweetgirl" von Travis Mulhauser

"Sweetgirl" von Travis Mulhauser
Copyright: dtv
„Sweetgirl“ von Travis Mulhauser ist kein reiner Thriller, wie ich zunächst dachte, sondern vielmehr eine Mischung aus Sozialdrama, leicht schrägem Humor und Spannungsroman. Der amerikanische Autor nimmt uns in seinem Romandebüt mit ins drogenvernebelte Unterschichtsmilieu von Michigan und von dort aus direkt in einen eisigen Schneesturm. Im Zentrum steht die 16jährige Schulabbrecherin Percy, die sich notgedrungen um ihre Junkie-Mutter Carletta kümmert. Als Percy auf der Suche nach ihrer Mutter im Haus von Crystal-Meth-Dealer Shelton landet, findet sie dort ein halb erfrorenes Baby. Während Shelton und seine Freundin ihren Rausch ausschlafen, kämpft sich Percy gemeinsam mit einem Freund zu Fuß durch die Kälte, um Baby Jenna in ein Krankenhaus zu bringen. Aber dann wacht Shelton auf und ist wild entschlossen, das Kind zu finden.

Abwechselnd ist man an der Seite von Percy und Shelton. Das liest sich spannend, es entwickelt sich aber nicht unbedingt ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel. Nach und nach kommt es zu eher zufälligen Treffen verschiedener Figuren. Ich hatte mit einigen finsteren Antagonisten gerechnet, aber die kommen nicht vor. Shelton ist nicht böse, aber dumm und unberechenbar und deshalb nicht ungefährlich, zumal er unter ständigem Einfluss von Drogen steht, die zum Hauptthema des Buches zählen. Kaum lässt deren Wirkung nach, werden Lachgas, Meth und Whiskey nachfüllt. In Sheltons simples Weltbild mischen sich Homophobie und Rassismus. Als er endlich auf die Beine kommt, werden erst einmal die zwielichtigen Mexikaner unter die Lupe genommen.

Freitag, 1. Dezember 2017

[Aktion] "Ich schenke Dir ein Königskind"

Seid ihr auch schon in Weihnachtsstimmung? Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dank unseres Bloggernachwuchses jetzt kaum noch Probleme damit habe. Ich freue mich auf das gemeinsame Basteln und Schmücken und natürlich auf die zahlreichen Leckereien. Ein paar Geschenke habe ich auch schon gekauft und ein ganz besonderes hat sich gestern schon auf den Weg gemacht. Es ist jedoch kein Weihnachtsgeschenk, sondern einfach eine kleine buchige Überraschung an eine Leseratte. 

Diese Überraschung enthält ein Herzensbuch, welches mich so sehr berührt hat, dass ich es schon oft verschenkt habe. Wahrscheinlich können sich jetzt einige von euch schon denken, aus welchem Verlag es stammt. Ist ja auch nicht allzu schwer bei der Überschrift ... Ich verschenke ein Herzensbuch aus einem Herzensverlag (Königskinder Verlag), den es leider nicht mehr lange geben wird. Und aus diesem Grund sollte eigentlich jeder ein Buch aus diesem außergewöhnlichen Verlag gelesen haben. Deswegen habe ich es an jemanden verschickt, der noch kein Königskind gelesen hat.
Wohin sich mein Herzensbuch jetzt auf die Reise macht, wird noch nicht verraten. Vielleicht meldet sich der beschenkte Buchmensch bald zu Worte und ich hoffe, dass das Buch gut ankommt.