Dienstag, 17. Oktober 2017

[Rezension) "Die kleine Hummel Bommel und die Liebe" von Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias

"Die kleine Hummel Bommel und die Liebe" von Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias, Kinderbuch
Bildquelle: arsEdition
Liebe ist so wie der Wind …

Mütter sind meist immer besorgt, ob sie ihrem Kind wirklich gerecht werden. Dass seine Grundbedürfnisse befriedigt sind und es sich körperlich, geistig und seelisch gut entwickeln kann. Im Alltag bleibt jedoch manchmal etwas davon auf der Strecke und schnell ist man dabei sich Vorwürfe zu machen, weil man nicht genug Zeit hatte, um sich mit seinem Kind zu beschäftigen. Auch ich erwische mich eigentlich täglich dabei. Umso wichtiger ist es, sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu besinnen, wie die Liebe …

Aber was ist Liebe? Genau diese Frage stellt sich die kleine Hummel Bommel in dem mittlerweile 4. Buch aus der erfolgreichen Kinderbuch-Reihe von Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias. Um diese Frage für sich zu klären, fliegt die pummelige Hummel los und beobachtet die vielen Familien auf ihrem Weg in den Insektenkindergarten. Dass die Antwort auf seine Frage nicht all zu schnell beantwortet ist, bemerkt Bommel sehr schnell. Es gibt nicht nur eine Erklärung dafür, weil die Liebe so vielseitig ist.

Montag, 16. Oktober 2017

[Gewinnspiel] Royal-Book-Rumble - Die königliche Buchblogger-Aktion



Unsere königliche Buchblogger-Aktion ist beendet und ihr hattet fast zwei Wochen Zeit, um beim #RoyalBookRumble einen Titel zu krönen. In diesem Post möchte ich euch einen kleinen Einblick in eure Bewertungen geben.

Sonntag, 15. Oktober 2017

[Rezension] "Mord erster Klasse. Der dritte Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens

"Mord erster Klasse. Der dritte Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens
Bildquelle: Knesebeck
Diese Reihe gefällt mir wirklich von Buch zu Buch besser! „Mord erster Klasse“ ist der inzwischen dritte Kinder-Krimi-Band um die beiden Detektivinnen Daisy Wells und Hazel Wong und ich fühlte mich von der ersten bis zur letzten Seite enorm gut unterhalten und hatte riesigen Spaß beim Miträtseln. 

In ihrer Danksagung schreibt Robin Stevens, der neue Fall sei ihre ganz persönliche Hommage an Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ - die Verfilmung habe sie mindestens 20mal gesehen. Wenn man sich an ein so großes und bekanntes Vorbild heranwagt, kann die Umsetzung leicht daneben gehen, was hier absolut nicht der Fall ist. Das Ergebnis ist alles andere als eine dürftige Kopie. Der Autorin ist ein unheimlich amüsanter, abwechslungsreicher Kriminalfall gelungen, bei dem auch die Auflösung locker mithalten kann.

Das Setting also dieses Mal: Ein Zug! Hazels Vater, Mr. Vincent Wong, nimmt die beiden Mädchen mit auf eine Fahrt quer durch Europa im berühmten Orientexpress. Seine Hoffnung, die beiden gewännen dadurch etwas Abstand von ihrem aufregenden „Hobby“, ist jedoch zum Scheitern verurteilt. Eine illustre Gesellschaft befindet sich unter den Mitreisenden, von exzentrisch bis zwielichtig ist alles dabei - eine zanklustige Gräfin, ein unheimlicher Zauberkünstler, ein cholerischer Ehemann, um nur einige zu nennen. Als ein Mord geschieht, nehmen Daisy und Hazel ihre Ermittlungen auf, was sich - unter den strengen Augen von Mr. Wong - wie immer als schwierig erweist.

Freitag, 13. Oktober 2017

[Rezension] "Alle sind willkommen" von Patricia Hegarty und Greg Abbott

"Alle sind willkommen" von Patricia Hegarty und Greg Abbott, Bilderbuch, Kinderbuch
Bildquelle: arsEdition
Wenn ich ein Erlebnis aus meiner Kindheit beschreiben müsste, das mich besonders geprägt hat, dann fallen mir spontan die Ereignisse um den 09.11.1989 ein. Dieser Tag hat mein ganzes Leben verändert und ich wüsste nicht, was aus mir und meiner Familie geworden wäre, wenn an diesem Tag nicht die Grenzen zum Westen geöffnet worden wären und das Ende der DDR eingeläutet hätte. Nie werde ich vergessen, wie ich mit meiner Familie und meiner besten Freundin über die Grenze Richtung Hamburg gefahren bin. Jede Minute und jeder Moment hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt, weil ich völlig überwältigt und überfordert von dem Empfang hinter den Zäunen war. Ich sehe sie noch heute in meinem inneren Auge vor mir, die Menschen, die dort in der Kälte jubelten und uns so herzlich in Empfang nahmen. Etwas später stand ich in einer glitzernden und blinkenden Stadt und kam mir so klein vor. Trotzdem war ich von diesem Anblick völlig überwältigt und träumte von meiner Zukunft und einem Land, in dem alles möglich war.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

[Rezension] „Ginny Moon hat einen Plan“ von Benjamin Ludwig

„Ginny Moon hat einen Plan“ von Benjamin Ludwig
Bildquelle: HarperCollins
Benjamin Ludwig wollte ein Buch schreiben, das für die Bedürfnisse von Menschen sensibilisiert, denen es schwer fällt, für sich selbst einzutreten. Menschen, die durch Behinderungen eingeschränkt sind oder aus anderen Gründen nur schwer ein Gefühl für die eigenen Wünsche entwickeln und diese ebenso schwer äußern können. Mit „Ginny Moon hat einen Plan“ ist ihm dies auf eindrucksvolle Weise gelungen.

Sein Debüt erzählt von den Nöten der 14jährigen autistischen Ginny. Ginny wurde mit neun Jahren von ihrer leiblichen Mutter getrennt, weil sie von dieser vernachlässigt und körperlich misshandelt worden ist. Obwohl Ginny selbst klar ist, wie schlecht ihre Mutter für sie gesorgt hat, hat sie auch nach vier Jahren und drei verschiedenen Pflegefamilien den unbändigen Wunsch nach Hause zurück zu kehren. Warum das so ist, dafür bekommt man als Leser recht schnell ein Gefühl. Gleichzeitig erlebt man, wie schwer es für Ginny ist, sich ihrer Umwelt mitzuteilen und verstanden zu werden, da ihr Wesen sie auf eine völlig andere, sehr besondere Weise kommunizieren lässt. Ginny nimmt alles wörtlich und meint alles wörtlich und so versucht sie immer wieder, ihren Pflegeeltern klar zu machen, worum es ihr geht, wird aber immer missverstanden. Schließlich wird sie erfindungsreich und schmiedet einen Plan.